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Kinoabend: Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit

Aus Anlass des Welthospiztages zeigten wir am 4. Oktober 2018 im Filmforum Bottrop den Film "Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit".

Der berührende, dabei aber durch einen feinen und hintergründigen britischen Humor gekennzeichnete Film nahm die rund 40 Anwesenden im Filmforum gefangen.

Es war ein Werk über die Einsamkeit, über die Einsamkeit im Sterben und – wichtiger noch, wie eine Zuschauerin betonte – im Leben.

Im Auftrag der Londoner Stadtverwaltung bemüht sich der Protagonist, Mr. May, beharrlich darum, die Angehörigen einsam verstorbener Menschen ausfindig zu machen, eine Aufgabe, an der er regelmäßig scheitert, ohne deshalb jedoch in seinen Bemühungen nachzulassen. Und selbst, wenn sich noch Angehörige finden, weigern sie sich, an der Beisetzung des bzw. der Verstorbenen teilzunehmen. Mr. May, der im Übrigen genau so einsam ist, wie es die Verstorbenen zu ihren Lebzeiten waren, organisiert also eine würdevolle Trauerfeier mit sich selbst als einzigem Gast...

Nur in seinem letzten Fall bahnt sich ein Erfolg an, den Mr. May selbst aber nicht mehr erleben kann.

Eine kurze Diskussion nach dem Film beschloss den Abend. Am auffälligsten war jedoch die Nachdenklichkeit, die sich auf den Gesichtern des Publikums abzeichnete.

Sommerfest mit dem „Wünschewagen“

   Bei herrlichem Wetter und grenzenlos blauem Himmel traf sich die „Ambulante  Hospizgruppe Bottrop e.V.“ am Samstag, dem 30.06., zu ihrem diesjährigen Sommerfest im Waldpädagogischen Zentrum. Anlass war ein gegenseitiges Dankeschön für die tolle Zusammenarbeit. Es war ein Fest mit viel Gelegenheit, mal wieder länger plaudern zu können, ohne die Arbeit im Hinterkopf zu haben. Dabei konnten sich die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum ersten Mal auch die „Helfenden Hände“, besser kennenlernen .

Pünktlich um 14 Uhr begann das Sommerfest, und es begrüßten der Vorsitzende Peter Frank und die beiden Koordinatoren Mechthild Hemming und Anja Lenzyk ihre knapp 60 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen – nicht nur mit Worten, sondern auch mit einem kühlen, alkoholfreien Saftcocktail zur Erfrischung. Nach einigen einleitenden Worten ging es hinüber zu den gedeckten Tischen mit duftendem Kaffee und Kuchen in vielen leckeren Variationen.

Hier entwickelten sich viele Gespräche, entweder draußen auf den Bänken bei den Sonnenhungrigen oder im kühlen Vereinshaus, bei den Nichtsonnenanbetern. Bevor sich alle am Wünschewagen trafen, wurde weiter geklönt bei kleinen Spaziergängen durch die Anlage des Waldpädagogischen Zentrums. Vorbei ging es an jungen Baumpflanzungen und Kräutergärten, unter Baumschatten, aber auch an Bienenhäusern und Wildschweinen, die jeder mit Abstand und Respekt beobachtete.

Dann war es soweit. Um 15:30 Uhr waren alle Mitglieder der Ambulanten Hospizgruppe mit ihren Gästen zur vereinbarten Uhrzeit am Wünschewagen eingetroffen. Der Fahrer des Wünschewagens, Herr Stößel, klärte in seinem Vortrag auf und zeigte mit seinen zwei ebenfalls ehrenamtlichen Helferinnen sogleich das Fahrzeug: ein zum Einsatzzweck optimierter großer Krankentransportwagen.

Mit ihm ist es möglich, einem Menschen in seiner letzten Lebensphase mit ärztlicher Begleitung seinen letzten Wunsch zu erfüllen – ein letztes Mal das Meer sehen oder die Kirche, wo sie oder er geheiratet hatten. Manchmal möchten die Menschen nur noch einmal ihre Wohnung sehen und deren eigenen Geruch ein letztes Mal wahrnehmen. Es gab viele erfüllte und es gibt leider zu viele unerfüllte Wünsche.

Mehr zu erfahren ist im Internet unter der Adresse:

https://www.asbnrw.de/leistungen/wuenschewagen

Wie die „Ambulante Hospizgruppe Bottrop“ finanziert sich der „Wünschewagen“ ebenfalls durch Spenden.

In der Zeit der Präsentation heizte hinter den Zuhörern am Vereinshaus der Grillmeister den Holzkohlengrill an und es legte sich ein appetitanregender Duft über das Gelände des WPZ.

Anschließend ging es zurück zu den Sitzplätzen, denn der Mann am Grill wartete schon mit dem Servieren. Es gab vielerlei Gegrilltes und noch mehr Vitamine in Form von frischen Salaten.

Jedes Fest geht irgendwann zu Ende, auch dieses Sommerfest. Und am Abend waren sich in lustiger Runde alle einig: „Diese Fest wiederholen wir im nächsten Jahr.“

(Dieter Pommerenke)

 

Helfende Hände in der Ambulanten Hospizgruppe

Seit März dieses Jahres wird die Ambulante Hospizgruppe von 8 „Helfenden Händen“, 6 Frauen und 2 Männern, unterstützt, die zahlreiche Aufgaben außerhalb der Sterbe- und Trauerbegleitung übernehmen.

Die Idee, Menschen für die Ambulante Hospizgruppe zu gewinnen, die bei uns mitarbeiten, aber nicht in der Begleitung tätig sein möchten, wuchs mit Zunahme der Aufgaben. Bürodienste, Infostände auf den Märkten sowie die komplette Basarvorbereitung wurden bisher von den ehrenamtlich Tätigen überwiegend neben ihrer Aufgabe als Sterbe- und/oder Trauerbegleiter übernommen. Die Herausforderungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit werden größer, die Zahl interner Veranstaltungen steigt ebenso wie der Aufwand für allgemeine Bürotätigkeiten. Gleichzeitig werden wir immer wieder von Menschen angesprochen, die grundsätzlich Interesse an der Hospizarbeit haben, sich jedoch nicht vorstellen können, in der Sterbebegleitung tätig zu sein. Die verstärkt anfallenden Aufgaben einerseits und andererseits das Angebot, die Ambulante Hospizgruppe außerhalb von Begleitungen zu unterstützen, führten letztlich zu der Entscheidung für einen zusätzlichen Kurs „Helfende Hände“, der im Januar dieses Jahres begann.

Bis Ende Februar erhielten die Teilnehmer an 4 Vormittagen wesentliche Informationen über die Hospizarbeit, unsere Hospizgruppe sowie die Aufgaben, die sie zukünftig erwarten. Seit März hat die Ambulante Hospizgruppe 8 neue ehrenamtliche Mitarbeiter, die uns mit großer Motivation innerhalb und außerhalb des Büros unterstützen und sich in regelmäßigen Gruppentreffen austauschen und fortbilden.

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